TCM – Qi – die Dynamik des Lebens

Qi – meist als Lebensenergie oder Lebenskraft übersetzt, strömt durch die Meridiane und hält unsere Körperfunktionen in Fluss. Oft ist die Dimension von  Qi schwer zu verstehen, dies liegt an seiner Vielfalt der Formen zwischen Himmel und Erde, ob in der Pflanzenwelt, in Tier- oder Menschenwelt, ob im Sichbaren oder Unsichtbaren – denn alles ist Qi. Naturphänome oder Stoffwechselprozesse im Körper die in der heutigen Zeit wissenschaftlich erforscht werden, schrieb man vor 4000 Jahren in China dem energetischen Potential von  Qi zu. Im Taoismus heisst es, der Mensch entsteht aus dem Qi von Himmel und Erde.

Die Quellen unserer Energieproduktion haben einen vorgeburtlichen und nachgeburtlichen Ursprung. Das vorgeburtliche Qi, auch Jing genannt, stellt unsere Gene, unsere Konstitution dar. Das nachgeburtliche Qi baut sich zu 70% aus unserer Ernährung und zu 30% aus Atemluft auf (man beachte die Parallele zur westlichen Medizin, wo der Mensch auch seine Energie aus der Ernährung und dem Sauerstoffaustausch der Lungen generiert). Verantwortlich für die Aufarbeitung der Nahrung sind die Organfunktionen von Milz und Magen, sie gelten als die Wurzel der nachgeburtlichen Essenz. Eine grosse Bedeutung hat ausserdem die Ursprungsenergie (Yuan Qi) der Niere, denn gleichsam wie ein Katalysator versorgt ihre wärmende Kraft alle Organe, insbesondere Milz und Magen um ihre Funktionen zu unterstützen.

  • Qi wärmt den Körper
  • Qi schützt vor äusseren klimatischen Faktoren wie Wind, Kälte, Feuchtigkeit, Hitze oder Trockenheit
  • Qi ist der Ursprung aller körperlicher und geistiger Bewegung
  • Qi hält Organe und die Körpersäfte an ihrem Platz
  • Qi ist für die Verdauung von Nahrungsmitteln und ihre Umwandlung in Blut und Körpersäfte verantwortlich